Fable 3

Geschrieben von Queztapotel am 8 Mrz, 2010 in Game |

Albion war bisher die Welt, auf die sich “Fable 3″ und seine Vorgänger beschränken sollten. Nun aber hat Peter Molyneux ein kleines Gehemnis gelüftet. Demnach werden die Spieler im kommenden Fantasy-Titel auch eine weitere Welt außerhalb Albions bereisen dürfen. In einem kürzlich gegebenen Interview verriet die Designer Legende auch das man neben Albion auch einen Kontinent namens Arora, zu dem soll es auf eben diesem auch neue Rassen geben. Wie diese heissen oder aussehen wurde noch nicht bekannt gegeben.

Eines was sich von Fable 2 zu Fable 3 zusätzlich ändert ist das man nicht mehr Leveln muss. Damit sollen auch Spieler angesprochen werden die nicht Stunden mit Leveln verbringen wollen. Desweiteren ist neu das die Gesinnung auch auf die Waffen reflektiert werden und nicht nur auf den Charakter. Wer Böse ist aus dem fließt Blut und die guten haben einen Heiligenschein.

Waffen gibt es auch nicht mehr so leicht zu bekommen. Diese müssen jetzt selbst erstellt werden. Wer zum Beispiel nur physisch kämpft (also jegliche Magie weglässt), kommt nach einer Weile als aufgepumpter Muskelprotz daher. Ein normales Schwert besitzt bei dieser Spielweise zum Beispiel dann irgendwann aufwändige Verzierungen oder kleine Klingen an der Seite, die im Kampf noch mehr Schaden anrichten.

Mit diesem organischen Element will Molyneux dafür sorgen, dass jeder Spieler sein »eigenes« Fable 3 erlebt. Darüber hinaus wird auch euer Gamerscore in das Aussehen der Waffen integriert: Spieler mit hohem Punktekonto dürfen sich also auf mächtigere Waffen freuen — zumindest, was das Aussehen betrifft.

Es gibt auch Gesellen die einen auf dem Weg begleiten. Durch Belohnungen oder Bestrafung kann auch die Gesinnung des Gesellen verändert werden. Im Spiel muss man Herrscher von Albion werden. Es gibt im Spiel auch keine Anzeige für Lebenspunkte. Den Gesundheitszustand des Charakters erkennt man über seinen Gang.

Andere Charaktere wie zum Beispiel Kinder können angefasst werden um auf dem Arm umher getragen werden. Es gibt auch die Möglichkeit durch das anfassen Leute zum Arbeiten zu zwingen. Zudem wurde eine Technik namens “Dynamic Touch” eingeführt, die es ermöglichen soll, andere Spielcharaktere beispielsweise realistisch zu umarmen, mit ihnen zu tanzen oder sie zu schlagen. Ein Beispiel: Ihr habt die Aufgabe, ein Mädchen zu suchen, das in einer großen Hafenstadt verschwunden ist. Seine Mutter geht davon aus, dass es vom König entführt wurde. Stattdessen hat sich die Kleine aber in den verwinkelten Gassen verlaufen. Als ihr es entdeckt, könntet ihr sie (wie in anderen Spielen üblich) einfach ansprechen und nach Hause zu Mutti schicken. In Fable 3 aber sollt ihr eine emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen: Also nehmt ihr die Kleine auf Knopfdruck erst einmal behutsam in den Arm, um sie zu trösten. Danach führt ihr sie an der Hand zu ihrer Mama. Mutter und Kind sind glücklich, die Kleine wird sich auf ewig an euch erinnern und euch vielleicht an anderer Stelle behilflich sein. Ob sich eine eventuelle Natal-Unterstützung nur auf dieses Feature bezieht, oder die Bewegungs-Steuerung im gesamten Spiel (zum Beispiel bei Schwertkämpfen) zum Einsatz kommt, ist bislang noch nicht bekannt.

Ein weiteres, weniger nettes Beispiel: In einer Fabrik wird gutes Geld für Sklaven bezahlt. Ihr zieht also los, um unfreiwillige Arbeiter zu finden. Ein Bettler am Straßenrand kommt euch gerade recht. Ihr sprecht ihn an und ladet ihn hinterhältig zum Essen nach Hause ein. Ein Handschlag zum Schluss, schon kann sich der Bettler nicht mehr wehren: Ihr habt ihn fest im Griff und zerrt ihr ihn langsam aber sicher zum Tor der Fabrik.

Eine Entwicklertagebuch welches einen Rundgang durch die Lionhead Studios zeigt, aber auch einige Veränderungen anspricht, will ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten.

Den Spielern ist es nicht zu verdenken, dass die Spannung auf “Fable 3″ bei solch weitreichenden Infos immer weiter ansteigt. Auch die Aussage Molyneuxs, dass das Spiel seiner Meinung nach eher einem Action-Adventure als einem typischen Rollenspiel der 90er Jahre gleicht, sorgt für großes Interesse bei den Fans.

Das Spielprinzip in “Fable 3″ ist seit längerem bekannt. Die Aufgabe des Spielers wird sein, den bösen Diktator von Albion zu stürzen, um selbst die Macht zu übernehmen. Fast die komplette erste Hälfte des Spiels verbringen Sie damit, Ihren Aufstand zu planen und langsam in die Tat umzusetzen. Ein sehr wichtiger Bestandteil dabei ist das sammeln von Gefolgsleuten. Sobald Sie nämlich die Krone übernommen haben, entscheidet die Anzahl der gesammelten Gefolgsleute über das Ausmaß Ihrer Macht. Je mehr Menschen Sie unterstützen, desto gefestigter ist Ihr Thron.

Um die Geschichte gut darzustellen, haben die Entwickler sich vieler historischer Vorbilder bedient. Diktatoren wie beispielsweise Henry der Achte von England, wurden genau unter die Lupe genommen, um das Verhalten solcher Herrscher besser umsetzen zu können. Als König werden Sie nämlich deutlich mehr zu tun haben, als auf dem Thron zu sitzen. Sie entscheiden über Veränderungen von kompletten Regionen. Einigen werden Ihre Entscheidungen gefallen, anderen nicht. Das Leben als Alleinherrscher ist eben nicht immer einfach.

In was für einem Zustand die Welt zu Beginn des Spiels ist, kann entweder dem Zufall überlassen werden, oder aus Fable 2 übernommen werden: Der Vater oder die Mutter des Helden ist die Hauptfigur des 50 Jahre zuvor angesiedelten zweiten Teils der Fable-Reihe und der Import eines entsprechenden Savegames von Fable 2 lässt Fable 3 auf die Entwicklungen aus dem vorangegangenen Spiel aufbauen.

Besonders viel Wert wurde erneut auf die Auswirkungen der Handlungen des Spielers gelegt. Gute oder schlechte Taten, Liebesbeziehungen und Rache-Akte – all das spiegelt sich nicht nur in Aussehen und Mimik des Spielcharakters wieder, sondern kann das gesamte Königreich beeinflussen.

Fable 3 soll um die Weihnachtszeit im Handel erhältlich sein bis dahin muss sich noch geduldet werden.

Gruss
W.

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